NACH OBEN

Prof. Dr. Julia Büttner-Kunert

Kognitive Kommunikationsstörungen

Datum
Uhrzeit
Dauer
Format
Preis
03.03.2027
16.00 - 19.15 Uhr
4 UE
Online
85,-€

Da wir eine von der Psychotherapeutenkammer anerkannte Weiterbildungsstätte im Rahmen der Bereichsweiterbildung Klinische Neuropsychologie sind, ist diese Veranstaltung unabhängig von der Akkreditierung als Fortbildungsveranstaltung der PTK auf jeden Fall als Theorieveranstaltung für die Weiterbildung in Klinischer Neuropsychologie nach Kammer-Weiterbildungsordnung anerkannt.

Die Akkreditierung der Veranstaltung bei der Psychotherapeutenkammer NRW ist beantragt.

Die Veranstaltung ist als Weiterbildungsveranstaltung zum/r Klinischen Neuropsychologen/ in" wie folgt akkreditiert:

Curriculum der GNP vom 01.12.2017: 4 Stunden zu Spezielle NPS: Störungsspezifische Kenntnisse akkreditiert

Ziel

Kognitive Sprach- und Kommunikationsstörungen (KoKos) sind in unterschiedlicher Ausprägung eine häufige Folge von neurologischen Erkrankungen. Sie können als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas, einer frontalen oder rechtshemisphärischen Läsionen oder auch bei neurodegenerativen Erkrankungen auftreten. Die Symptome zeigen sich vor allem auf den verschiedenen Ebenen des kommunikativ-pragmatischen Handelns sowie der Textverarbeitung. Als funktionelle Ursachen gelten in traditioneller Sicht sprachbezogene exekutive Dysfunktionen, in den letzten Jahren sind jedoch zunehmend auch andere kognitive Domänen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und behaviorale Leistungen im Hinblick auf ihre Funktionen für die Kommunikation und Textverarbeitung betrachtet worden.

Im Mittelpunkt des Workshops stehen Patienten mit Kognitiven Kommunikationsstörungen nach erworbenen, nicht-progredienten Hirnschädigungen. Anhand von theoretischen Modellen, empirischen Untersuchungen und Fallbeispielen sollen wichtige Wechselwirkungen sprachlich-kommunikativer und kognitiver Prozesse beleuchtet werden. Weiterhin werden diagnostische Verfahren für die Überprüfung kommunikativer Leistungen vorgestellt (z.B. La Trobe Communication Questionnaire, BEKOS, MAKRO-Screening). Ein weiteres Thema werden therapeutische Ansätze in Einzel- und Gruppentherapien sein.

Insgesamt soll deutlich werden, dass zwischen Kognition und Sprache ein Kontinuum besteht, welches inhaltliche und organisatorische Absprachen zwischen der Neuropsychologie und der Sprachtherapie erfordert. Aus diesem Grund ist der Workshop für beide Berufsgruppen offen.

Eigene Fallbeispiele können bei Wunsch gemeinsam im Seminar besprochen werden. Hierzu bitte Voranmeldung per Email.

Literatur

  • Büttner, J. & Glindemann, R. (2019). Kognitive Kommunikationsstörungen. Fortschritte der Neuropsychologie: Band 19. Hogrefe.
  • Regenbrecht, F., Glindemann, R. & Büttner-Kunert, J. (2020). Rating-Verfahren in der Therapieplanung bei kognitiven Kommunikationsstörungen. Sprache · Stimme · Gehör 44 (2), S. 78-83.
  • Regenbrecht, F., Obrig, H. & Guthke, T. (2017). Kognitive Kommunikationsstörungen in der Sprachtherapie und der Neuropsychologie. Aphasie und verwandte Gebiete, 1, 16–30.

 


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