Da wir eine von der Psychotherapeutenkammer anerkannte Weiterbildungsstätte im Rahmen der Bereichsweiterbildung Klinische Neuropsychologie sind, ist diese Veranstaltung unabhängig von der Akkreditierung als Fortbildungsveranstaltung der PTK auf jeden Fall als Theorieveranstaltung für die Weiterbildung in Klinischer Neuropsychologie nach Kammer-Weiterbildungsordnung anerkannt.
Die Akkreditierung der Veranstaltung bei der Psychotherapeutenkammer NRW ist beantragt.
Die Veranstaltung ist als Weiterbildungsveranstaltung zum/r Klinischen Neuropsychologen/in" wie folgt akkreditiert:
Curriculum der GNP vom 01.12.2017: 16 Stunden zu Spezielle NPS: Störungsspezifische Kenntnisse
akkreditiert am
Der Theoriekurs soll in die Komplexität der visuellen Wahrnehmung einführen und deren Relevanz im Rahmen neurologischer und psychischer Störungen verdeutlichen. Die TeilnehmerInnen sollen einen Überblick über die anatomischen und physiologischen Grundlagen der visuellen Wahrnehmung erhalten. Sowohl entwicklungsbedingte als auch aufgrund von Schädigungen des ZNS erworbene Störungen werden anhand von Fallbeispiele vorgestellt. Dabei sollen Handlungskompetenzen für Diagnostik und Therapie aufgebaut werden. Die Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen therapeutischer Interventionen soll ermöglicht werden. Zudem soll für die interdisziplinäre Vielfalt des Gebiets sensibilisiert werden.
Insbesondere werden folgende Schwerpunkte gesetzt:
Klinische Relevanz der visuellen Wahrnehmung
Anatomie und Physiologie des visuellen Systems
Entwicklungsbedingte und erworbene Einschränkungen der visuellen Wahrnehmung
Elementare Sehfunktionen
Gesichtsfeldausfälle
Störungen der Okulomotorik
Unilateraler Neglect
Störungen in der Wahrnehmung des Raumes
Visuomotorik
Visuelle Agnosien
Störungen des Gesichtswahrnehmung
Überblick über restitutorische und kompensatorische Ansätze
Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit
Theoretischen und klinische Relevanz visueller Wahrnehmungsstörungen einschätzen können
Basiswissen über Störungsbilder und Behandlungskonzepte besitzen
Klinischen Komplexität der Störungsbilder und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit kritisch reflektieren können
Didaktischen Konzeption sowie Methoden
Vertiefung und kritische Reflexion der Referatsinhalte anhand von Fallbeispielen
Videobeispiele
Kleingruppenarbeit zu ausgewählten Themen
Niedeggen, M. & Jörgens, S. (2005). Visuelle Wahrnehmungsstörungen. Göttingen: Hogrefe.
S2k-Leitlinie 022-020: Visuelle Wahrnehmungsstörungen (2017), abrufbar unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/022-020.html
S1-Leitlinie 030-126: Rehabilitation bei Störungen der Raumkognition (2017), abrufbar unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/030-126.html